DIE KÖCHIN www.sandra-scheidl.at
„Der weiße Teller ist meine Leinwand.“
Vita:
Als erste Frau gewann Sie 2020 den renommiertesten Kochwettbewerb im DACH Raum: „Junge Wilde“ von Rolling Pin. Im Anschluss arbeitete Sie in den besten Restaurants Europas um sich soviel kulinarisches Wissen und Erfahrung wie möglich anzueignen. Dazu zählen Restaurants wie das Maaemo (Oslo, 3 Sterne Michelin), Restaurant Simon Taxacher (Tirol, 5 Hauben Gault&Millau) sowie das Restaurant Story (London, 2 Sterne Michelin).
Interviewfrage 1:
Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Ich wollte eigentlich immer schon Köchin werden. Es hat schon in der frühen Jugend begonnen. Als kleines Kind habe ich immer gern bei der Mama über die Schulter geschaut. Später habe ich mich wahnsinnig für die gehobene Küche interessiert. Vor allem das Anrichten, dieses Künstlerische dahinter hat mich schon immer fasziniert. Seit ich 13 bin, bin ich zuständig für das viergängige Weihnachtsmenü zu Hause.
Interviewfrage 2:
Wie viele Komponenten braucht ein Gericht von dir, wann ist es für dich fertig?
Meine Gerichte bestehen meistens aus 2-3 Komponenten. Das sind die, die im Menü stehen. Entsprechend sind fast nur diese Produkte im Gericht die mit verschiedenen Techniken und Texturen aufs Teller kommen.
Interviewfrage 3:
Wieso Kunst und Kulinarik?
Ich glaube Köche und Künstler können beide durch das kreative Ausüben ihre Persönlichkeit und
Emotionen ausdrücken. So geht es mir oft mit meinen schönen weißen Tellern auf denen ich anrichte – man startet bei null, bei etwas Weißem, so wie ein Künstler mit seiner Leinwand. Und am Ende hat man optisch etwas sehr Ansprechendes. Ein Kunstwerk auf dem Teller sozusagen.
So wie der Künstler das Kunstwerk auf der Leinwand hat.