Fast zwei Drittel der Österreicher fühlen sich vom Arzt schlecht informiert

Eine Online-Umfrage zur Patientenkommunikation ergab: 60% fühlen sich von Arzt oder Klinik nicht genügend informiert. Gründe: Arzt hat zu wenig Zeit, verwendet viele Fachbegriffe, es wird ungenügend erklärt.

Umfrageergebnisse Patientenkommunikation in Österreich 2011
Österreichische Patienten wünschen sich vor allem mehr Aufklärung und einfache Checklisten für verschiedene Lebenssituationen. Gerade Verständnis und Respekt kommen oft zu kurz. Das ergab eine 2011 durchgeführte Online-Umfrage der Kommunikationsberatung Vollpfosten Kommunikation.
Interessant: 60% der Befragten fühlen sich aber von Pharmaunternehmen ausreichend informiert. Das liegt laut Umfrageergebnissen unter anderem daran, dass diese Firmen mehr Werbung schalten und somit die Informationen häufiger durch Pharmawerbung an die Patienten kommen als durch seltene und kurze Gespräche mit dem Arzt. 
Wichtige Ergebnisse im Überblick:
– 60% fühlen sich vom (Haus-)Arzt ungenügend informiert
– 62,2% fühlen sich von der Klinik ungenügend informiert
– 60% fühlen sich von Pharmaunternehmen über Medikamente ausreichend informiert
– Für Zusatzleistungen (Freizeitmöglichkeiten in der Klinik, Lotsendienste für die richtige Arztwahl, gutes Essen in der Klinik) würden weniger als 1% der Befragten privat aufzahlen wollen
http://www.vollpfosten-kommunikation.at
Hintergrundinformationen zur Umfrage:
Im Vorfeld dieser Umfrage wurde am Runden Tisch zum Thema Brustkrebsvorsorge vom 15. September 2011 festgestellt, dass die teilweise mangelhafte Sensibilität in der Arzt-Patienten-Kommunikation zu großer Unzufriedenheit bei den Patienten führt und deren Heilungserfolg beeinträchtigen könnte. Manfred Brunner, Obmann der Vorarlberger Gebietskrankenkasse meinte, dass die Kommunikation ein Feld ist, welches noch mehr Professionalität benötigt. Im Anschluss an diesen Runden Tisch, welcher von der Firma Vollpfosten Kommunikation pro bono initiiert und durchgeführt wurde, startete die Umfrage zu Patientenkommunikation. Diese Umfrage war nicht auf ein Krankheitsbild eingeschränkt sondern sollte die Kommunikation mit dem Hausarzt, den Kliniken und den Pharmaunternehmen näher betrachten. 
Quelle: 
Vollpfosten Kommunikation Online Umfrage 2011, n=510, Teilnehmer aus Österreich (95%), Kontrollgruppe Bayern (5%), 51,2% weibliche TN, 20% aus Wien, 70% der TN im Alter zwischen 19 und 40 Jahren. Weitere Daten auf Anfrage. 
Über die Firma Vollpfosten Kommunikation:
Die Kommunikationsberatung Vollpfosten Kommunikation wurde im April 2011 gegründet und befindet sich auf Expansionskurs. Die Agentur erstellt strategische Konzepte und plant integrierte Maßnahmen. Diese können die Kunden selbst oder mit entsprechenden Dienstleistern umsetzen. Die Agentur koordiniert auf Wunsch auch alle Maßnahmen und sucht die dafür passenden Spezialisten. Bei allen Aufgaben versteht sich die Agentur als Generalist im Bereich Kommunikationsberatung. Kernbranchen sind Medizin, Handel und Gemeinden/öffentliche Betriebe in Österreich und Deutschland. 

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